ADHS-Coaching und -Therapie
Die Diagnose "ADS" bzw. "ADHS" wird aufgrund der Beobachtung bestimmter Verhaltensmuster und emotionaler Befindlichkeiten der betroffenen Person gestellt. Die Behandlung von ADS/ADHS-Symptomen im coachingORT setzt bei den emotionalen Befindlichkeiten an, welche letztlich die Symptome hervorbringen.
Die Grundannahme ist, dass Verhalten und Befindlichkeiten im Kern mit traumatischen Emotionen im Beziehungskontext zusammenhängen. Solche Emotionen können bei Kindern nicht nur durch traumatisch erlebte Situationen sondern auch in Form transgenerationaler Traumata hervorgerufen werden, ohne dass es jemals zu nachvollziehbar traumatisierenden Szenen zwischen Eltern und Kind kommt. Im letzteren Fall wundern sich alle Beteiligten, woher etwa die Konzentrationsschwächen und die Ablenkbarkeit des Kindes kommen (Buchempfehlung: Wie Traumata in die nächste Generation wirken).
Die Erfahrungen im coachingORT zeigten, dass eine Behandlung betroffener Kinder mit der Klopfakupressurmethode EFT zwar die Symptome positiv beeinflussen konnte, aber die Veränderungen waren nicht nachhaltig. Der Grund ist, dass die Symptome des Kindes Teil eines Beziehungsmusters zwischen Eltern und Kind sind, was auch als systemischer Wirkfaktor bezeichnet wird. Systemische Wirkfaktoren sind in aller Regel stärker als innerpsychische Faktoren, somit konnte die Veränderung nicht ohne weiteres nachhaltig bestehen bleiben. Auch bei der Behandlung Erwachsener waren zunächst kaum Erfolge zu verbuchen.
Eine Behandlung von ADS/ADHS-Symptomen kommt also nicht um die Einbeziehung systemischer Wirkfaktoren herum. Hierfür wurde im coachingORT eine spezialisierte Behandlungsmethode entwickelt: Das Systemische EFT. Sie verbindet die Methode EFT mit aus der systemischen Aufstellung bekannten Wissen um wechselwirkende Emotionen in Beziehungssystemen. Aus dem NLP fließen zusätzlich Konzepte zur Begleitung von Veränderungsprozessen ein.
Das Behandlungskonzept unterscheidet sich bei Kindern und Erwachsenen. Der wichtigste Unterschied besteht darin, wer behandelt wird: Lebt die betroffene Person allein, reicht die Behandlung dieser (in der Regel erwachsenen) Person aus. Lebt die betroffene Person bei ihren Eltern (in der Regel ein Kind), ist die Behandlung des Kindes sowie der mit dem Kind zusammenlebenden Elternteile erforderlich. Wird nur das Kind behandelt, ist die Nachhaltigkeit des Behandlungserfolgs gefährdet. Die Behandlung der Eltern erscheint nicht nur aus systemischen Gründen sondern meist auch unter dem Gesichtspunkt ihres eigenen Leidensdruckes sinnvoll.
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